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Veränderungen

Eine strategische Schwäche der „bundesrepublikanischen“ (die des Westens) Linke besteht darin, dass sie ihre Forderungen nicht an die Bürgerinnen richtet; sie nicht mitnimmt. (Die Basisanbindung ist hundsmiserabel, btw.)

Stattdessen fordert sie von nicht näher bestimmten Mächtigen, welche kein Interesse an Veränderungen haben, da sie sonst nicht mehr die Mächtigen wären, ausgerechnet was?

Veränderungen!

*Kopf->Tisch*

Wulff, der Hasadeur und die kommende große Koalition [Update]

Erst hat Wulff dem Chefredakteur Diekmann gedroht, es hat nichts genutzt: Die ZEITUNG druckte die Story zum Kredit trotzdem. Wulff steigt die Leiter höher und klopfte bei Springerchef Döpfner an: der ließ ihn abblitzen. Wulff steigt die Leiter nochmals höher bis zur Eignerin Friede Springer: und muss sich die Abfuhr F. Springers sogar ausrichten lassen. — Das alles mit dem Gewicht des höchsten Amtes im Staat.

Wulff hat nichts anderes getan, als das höchste Amt im Staat wegen unliebsamer Berichterstattung gegen die 4. Gewalt (Diekmann), gegen die Führung eines Konzerns (Döpfner) und gegen die Kapitaleigentümerin (F. Springer) in den Ring zu werfen und zu verspielen.

Der tritt mit seiner Bobby Car-Persönlichkeit gegen einen Lamborghini, einen Panzer und gegen eine Stretchlimousine an. Der Mann ist in banaler Weise inkompetent!

Dieser Mann muss zurücktreten, oder dieses Amt ist nichts mehr wert! – Gar nichts.

Die Oppositon jedoch, in Form der Selbst-vom-Hannoveraner-Klüngel-betroffenen Partei Deutschlands (SPD, Schröder), erinnert stark an das Spiel gegen Österreich in Gijon, Spanien 1982, als nach dem ersten Tor für D alle fußballerischen Aktivitäten eingestellt wurden. Das Ergebnis reichte für beide, eine Runde weiter zu kommen. Die kommende große Koalition wirft ihre Schatten voraus und der Arsch passt wieder auf den Eimer.

[Update]

Und hier noch derselbe Christian Wulff 1999. Da geht eigentlich nichts mehr. Kolbenfresser. Ende Gelände – Schicht im Schacht.

Ich roll mich ab. Christian Wulff feat. die ZEITUNG. Die wunderbare Welt des Gebens und Nehmens. Bei der TAZ ↗. Herzallerliebst, wie sich die ZEITUNG um IHREN Ministerpräsidenten und Bundespräsident kümmert.

Erst im Herbst 2010 scheint sich der Wind zu drehen. Die ZEITUNG fragte gleich widerlicherdings: »Warum hofieren Sie den Islam so, Herr Bundespräsident?« Ausgerechnet bei seiner wichtigsten Rede  (Der Islam gehört zu Deutschland) gegen Fremdenfeindlichkeit und für ein Miteinander von bereits Einheimischen und Migranten. Vielleicht hat Wulff ab diesem Zeitpunkt dicht gemacht und war der ZEITUNG nicht mehr zu Diensten?

Wulff im Jahre 1999 [Update]

Wulff damals zum Fall Glogowski:

»Ich glaube, es ist die völlig fehlende Distanz zu Sachen, zu Personen, zu Dingen, die man in der Politik braucht, also eine Grundsensibilität, dass man Dienstliches und Privates relativ strikt trennt, dass man fließende Übergänge mit äußerster Vorsicht behandelt. […] Es muss jeder Eindruck von Korrumpierbarkeit schon im Ansatz verhindert werden. […] Deswegen fehlen ihm (Glogowski; d. Säzzer)  eigentlich die Voraussetzungen – ich würde es hart formulieren wollen -, letztlich auch die Voraussetzungen für die Würde des Amtes des Ministerpräsidenten. Er ist der falsche Mann am falschen Platz.« (dradio.de ↗, 26.11.1999)

[Update]: Und noch ein paar Klopper ↗ (via fefe ↗):

Frage: Warum sollte Rau seinen Hut nehmen?

Wulff: Es ist tragisch, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann. Es handelt sich in NRW offensichtlich um eine Verfilzung mit schwarzen Reise-Kassen jenseits der parlamentarischen Kontrolle. Dies stellt eine Belastung des Amtes und für Johannes Rau dar.

Frage: Reicht die Aufklärungsarbeit Roland Kochs aus?

Wulff: Rückhaltloser aufklären kann man nicht. Ich finde es bewunderswert wie er das macht und in dieser schwierigen Situation der Hessen-CDU einen ganz konsequenten, transparenten Weg geht.

Wulff hat damals die Kugeln abgeschossen, die ihn heute treffen.

Krise | 1

Menschenschinder und Rassisten bei Amazon

Amazon war bereits vor  zwei Wochen ins Gerede gekommen. Am Standort Werne wurden für die Vorweihnachtszeit 2000 neue Mitarbeiter rekrutiert, die zwei Wochen ohne Lohn zur Probe arbeiten mussten. Genehmigt wurde dies von der ARGE vom JobCenter Unna, dasdie diese Praxis vorläufig einstellen wollte. (WAZ ↗, 10.11.2011)

Jetzt macht das JobCenter Unna einen Rückzieher, wie die junge Welt ↗ heute berichtet. Amazon kann also weiter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2 Wochen ohne Lohn arbeiten lassen.

Aber damit nicht genug. Die WAZ ↗ berichtet am 28.11.2011:

»Rund 20 Mitarbeiter des Internet-Versandhauses Amazon haben am Montag vor dem Versandlager in Rheinberg gegen ihre Arbeitsbedingungen demonstriert. Der Vorwurf: Bei Amazon würden die Mitarbeiter unter Androhung der Kündigung dazu genötigt, in der Vorweihnachtszeit sieben Tage die Woche zu arbeiten.«

Und weiter:

»Mehrere Amazon-Mitarbeiter, die der Redaktion bekannt sind, berichten außerdem, dass ausländische Kollegen wiederholt von Vorgesetzten mit ausländerfeindlichen Bemerkungen beschimpft würden. In der Niederlassung Rheinberg würden türkische Kollegen regelmäßig mit „Du Knoblauch“ angesprochen.«

Braune Armee Fraktion

Bei einer im Jahr 2000 beginnenden Mordserie wurden neun Menschen getötet. »Die insgesamt neun Morde – alle neun Opfer hatten ausländische Wurzeln – sollen rechtsextremistisch motiviert gewesen sein.« (SPON ↗, 11.11.2011)

Jetzt stellt sich heraus, die hatten die ganze Zeit eine Braune Armee Fraktion vor der Nase. Und 9 Menschen(ab)leben sind kein Terrorismus, wenn die Delinquenten nicht der staatlenkenden Klasse angehören.

[Update]

Sie nennen es sogar »Rechtsterrorismus« (Innenminister Friedrich, mo:ma) – immerhin. Frank Jansen erinnert bei tagesspiegel.de ↗ an die bisher 138 Toten rechtsextremistischer Gewalt, wo die Polizeibehörden lediglich 48 Tote zählen.