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Facharbeitermangel? Quatsch mit Soße! [Update]

01.06.2011

»Wenn es Facharbeitermangel gäbe, dann müssten die Löhne für Ingenieure steigen, dann müssten die Studierenden, die ihren Abschluss in der Tasche haben, nicht nur Praktika oder Zwei-Jahres-Verträge zu niedrigen Löhnen bekommen, denn wenn es einen Mangel gäbe, würden die Firmen um sie werben, würden ihnen Dauerverträge anbieten zu einer guten Entlohnung. All das sehen wir nicht.« (Gerd Bosbach; Es wird einfach wegdefiniert, dieser hohe Berg von Arbeitslosen; 31.05.2001, dradio.de ↗)

Gerd Bosbach ist Professor für Statistik und Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung an der Fachhochschule Koblenz.

[Update]

»Der Druck auf die viel beklagten „Lohnkosten“ sollte gesteigert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen noch mehr zu pushen. Billiglöhne entstehen nur dann, wenn ein unbegrenztes Heer von Arbeitskräften nach Belieben abrufbar und manövrierbar ist – das gilt für polnische Pflegekräfte, rumänische Bauarbeiter und indische IT-Experten.

Am besten ist es für die deutsche Wettbewerbsfähigkeit, wenn die weitaus ärmeren Herkunftsländer die Kosten für die Fachausbildungen tragen, von denen die deutschen Unternehmen profitieren. So bleibt der Vorsprung auf dem Weltmarkt sicher, die Konkurrenten werden kleingehalten, müssen deutsche Waren importieren und sich bei den deutschen Banken dafür verschulden.« (Reiner Kreuzer; Warten auf die fetten Jahre; 07.06.2011, taz.de ↗)

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