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ARGE Freiburg wirft Geld lieber vor Gericht zum Fenster raus [Update]

21.04.2010

(Disclosure: In eigener Sache)

Sehr geehrte Frau Dingenskirchen von der ARGE Freiburg.

Wir im Kohlenpott reden ja bekanntlich nicht um den heißen Brei herum und sind dabei auch noch sehr direkt. Daher darf ich Ihnen folgendes mitteilen:

Ihre Begründung für die Ablehnung meines Überprüfungsantrages ist gequirlte Kacke, und zwar hoch drei!

Ist Ihnen nicht klar, dass Ihre Begründung beim Leser eine traumatische Lähmung der Lachmuskulatur hätte nach sich ziehen können?

Und damit kommen wir zum formalen Anliegen dieses Schreibens:

Ich lege gegen Ihren Bescheid vom xx.yy.2010 Widerspruch ein!

Wie kommen Sie eigentlich zu der auch für Freunde der höchst kreativen Ablehnungsbescheide nicht mehr nachvollziehbaren Begründung, das Urteil des BSG vom 28.10.2009* hätte keine Gültigkeit für Angelegenheiten, die sich auf Entscheidungen vor diesem Urteil beziehen und sei damit der Grund für die Ablehnung des Überprüfungsantrages?

Es muss doch selbst dem schwerst ARGE-geschädigten Mitarbeiter klar sein, dass das BSG sein Urteil auf geltender Rechtsgrundlage getroffen hat, einer Rechtsgrundlage, die seit Inkrafttreten des SGB gültig ist. Das BSG hat lediglich die falsche Entscheidungen der Vorinstanz aufgehoben und seit 2005 geltendes Recht durchgesetzt.

Falls Sie die Hoffnung hegten, ich würde den gerichtlichen Weg aufgrund von Kosten und Mühen scheuen, lassen Sie sich gesagt sein, dass der Anwalt und ich die sozialrechtlichen Aspekte einer Klage gegen die ARGE Freiburg an einem Freitag Abend in der lautesten Kneipe meiner Heimatstadt bei mindesten 2,9 pro Mille abhandeln werden und dies der erfolgreichen Durchsetzung meiner Ansprüche vor Gericht nicht den geringsten Abbruch tut.

Schon das Sozialgericht an meinem Heimatort wird sich im Bruchteil der Zeit, die ein Richter zum hochziehen seiner Augenbraue benötigt, dem Urteil des BSG anschließen.

Es wünscht Ihnen gute Besserung — besonders bei den Problemen mit dem Rückgrat.

Mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr Säzzer

(Was meint Ihr, geht das durch?)

* Das Urteil des BSG vom 28.10.2010, Aktenzeichen: B 14 AS 56/08 R

[Update]:
Mann, war ich geladen! Aber es ist so durchgegangen und in meinem Sinne entschieden worden. Wenn man mal hochrechnet, wieviele Menschen sich nicht wehren: Da machen die ARGEn einen ganz schönen Reibach …

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One Comment
  1. Hans permalink

    VIel Erfolg, gibs ihnen!

Kommentare sind geschlossen.