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Lehman kam nicht aus dem Nichts

16.09.2009

Seit der Bankenkrise gingen und gehen unsere regierenden Politiker konsequent daran, die Ursache der ganzen Misere nicht aufzuklären. Lehman sei Schuld, die Gier der Banker sei schuld, die fehlende Regulierung der Banken sei schuld. Man habe dagegen nichts tun können und müsse nun darangehen, dies in Zukunft zu verhindern.

Wie kann man jedoch eine erneute Bankenkrise verhindern, wenn man nicht begreift, was dort im volkswirtschaftlichen Sinne vor sich gegangen ist, welche Voraussetzungen dafür verantwortlich waren und welche Konsequenzen dies zwangsweise nach sich zog? Wie will man etwas ändern, wenn die Diagnose erst bei dem Fall der Lehman-Bank ansetzt und nicht bereits mehrere Jahre früher?

Und warum glaubt man eigentlich, dass diejenigen unsere Wirtschaft retten, die uns überhaupt erst den  Schlamassel eingebrockt haben?

Grenzenloses Wachstum im Bankensektor und Renditeversprechen ohne Substanz in der Realwirtschaft erzeugen keinen Wohlstand. Jedenfalls nicht auf Dauer und vor allem dann nicht, wenn der Staat — also wir — später dafür zahlen müssen. Es konnte nicht funktionieren und dafür gab es frühzeitig Anzeichen.

Mehrere Artikel setzten sich mit der Vorgeschichte der Bankenkrise auseinander.

Investmentbanken: Die deutsche Lehman-Lüge ↗ (Financial Times Deutschland, 10.08.2009)

Die Lehman-Lügen ↗ (Frankfurter Rundschau, 14.09.2009)

Lehmann ist an allem Schuld, allem Schuld, allem Schuld ↗ (Kritik und Kunst, 15.09.2009)

Vielleicht wählen Sie bei der kommenden Bundestagswahl die Partei, bei der Sie sich erhoffen können, dass sie die Ursachen der Krise erkannt hat und Abhilfe schaffen will. Die Partei, die die Finanzmärkte regeln will, die verantwortungsvoll mit Wirtschaftskrisen umgehen kann.

Und vor allem: Wählen Sie eine Partei, die ein Wirtschaftswachstum für alle Einkommensschichten schaffen will. Nur der Wirtschaftsraum, der alle mitnimmt und mindestens relativen Wohlstand für alle schafft, kann auf Dauer bestehen. Der Wohlstand aller schafft Wirtschaftswachstum, nicht umgekehrt!

Am 27. September habt Ihr/haben Sie die Wahl.

Weiterführende Links:

Steinbrücks biedere Flucht aus der Verantwortung (Finanzkrise XXIII) ↗ (NachDenkSeiten, 20.07.2009)
Pleitemanager beraten die EU ↗ (taz, 02.03.09)
Lehman-Crash — Wie deutsche Banken das Desaster befördert haben ↗ (SPON, 15.09.2009)
HSH Nordbank — Marnette legt nach ↗ (Manager Magazin, 12.09.2009)

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