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Die Jugend ist nicht unpolitisch, …

11.05.2009

… sie sieht nur keinen Sinn darin, sich in den heute etablierten Strukturen zu engagieren ― und das ist mehr als verständlich.

Ich habe mich gerade mal durch Kommentaren zu dem Artikel ↗ Wie man eine Generation verliert von Kai Biermann auf ZEIT.de durchgeklickt und war erfreut, soviele kritsche Stimmen gegen die geplante Internetzensur, aber auch zu darüberhinausgehenden Themen zu finden.

Besonders beeindruckend finde ich den Kommentar von Jess87 mit der Überschrift »Und tschüss«:

»Was soll ich dazu noch schreiben? Diese Diskusion ist in meiner Generation so alt, dass beinahe jeder ihrer überdrüssig ist.

Ich habe mich wirklich mal für Politik interessiert. Ich hab darüber nachgedacht, in einer Partei politisch aktiv zu werden. Aber wenn ich so mitkriege, was tagtäglich in der Politik diskutiert wird: Da sind die Killerspiele, die Amokläufer von morgen und jetzt das?!

Als ich Abi gemacht habe, haben wir darüber gelästert, dass ca. 5 bis 10% unserer Stufe potentielle Amokläufer wären. Wir hatten ganz schön viele Metaller bei uns. Auf einer katholischen Mädchenschule. Die waren alle total lieb – und haben lange schwarze Mäntel getragen. Damals meinte man, daran erkenne man Amokläufer. Das war schon irgendwie grotesk. […]«

Und vielleicht sollten auch Journalisten diese Zeilen am Ende des Kommentars beachten:

» […] Zwei Jahre vor meinem Zentralabitur war Roland Koch an meiner Schule. Damals hieß es in unserer Zeitung, er sei jubelnd empfangen worden. Ob der Journalist sich wohl verhört hat? Oder war es Ironie? Oder hat er es falsch interpretiert, dass Herr Koch reihenweise ausgebuht wurde?!«

↗ Dem Jess87 sein Konmmentar lesen auf ZEIT.de

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