Die unerträgliche Anbiederung der Hannelore Kraft, SPD

25.01.2010 Tom 4 Kommentare

Herzallerliebste Hannelore Kraft.

Kaum ist Oskar Lafontaine zurückgetreten, kommt Du aus Deinem von Phrasen, Worthülsen und heißer Luft gefüllten Loch hervor und bietest »Gewerkschaften und ehemaligen Sozialdemokraten« in der Partei Die Linke an, wieder in die SPD zurückzukommen. Ha!

Hast Du schon vergessen, dass fast alle Sozialdemokraten die SPD zu Hunderttausenden verlassen haben und in der SPD nur noch ehemalige Sozialdemokraten sitzen. Du Hannelore gehörst auch zu den ehemaligen Sozialdemokraten, die ihren Führern Gerhard Schröder und Franz Müntefering blind dabei gefolgt sind, den Sozialstaat zugrunde zu richten, in zwei Kriege zu ziehen, die Überwachung der eigenen Bürger voranzutreiben, durch Hintertüren die Zwangsarbeit wiedereinzuführen, die Armut weiter Teile der Bevölkerung voranzutreiben, vielen Kindern der Armut und der Perspektivlosigkeit anheimfallen zu lassen, die Gesundheitsversorgung einzuschränken, die Bildungschancen zu beschränken.

Auch du Hannelore warst dabei, gutverdienende als sog. Leistungsträger aufs Schild zu heben, obwohl ihre Leistung hauptsächlich darin bestand, Menschen ihre Arbeit zu nehmen und sich selbst zu bereichern. Auch du warst in der ersten Reihe, wie Arbeitslose als Schmarotzer und Drückeberger gebrandmarkt wurden, obwohl es Eure Politik war, die Arbeitsplätze vernichtete. Ihr habt eine Ideologie etabliert, die das ganze menschliche Leben als Geschäftsvorgang sieht, für jedes Problem die Lösung ›Wettbewerb‹ hat und die ganze Welt durch die Brille des korinthenkackenden Buchhalters sieht.

Parteisoldaten wie Du Hannelore sind den Marktschreiern, den Gernegroßen und Schaumschlägern immer noch gefolgt, als diese sich schon längst als Versager erwiesen haben.

Und du willst jetzt, das wir, die wir uns vor Jahren schon von solch einer, die Bürger demütigende und entmündigende und vom Versagen begleitete Politik abgewandt haben, wieder in den Schoß der von Eurem widerlichen Menschenbild getragenen Politik zurückkehren?

Vergiss es! NO PASARAN!

Für die Sozialdemokraten an der Basis und in der Bevölkerung hattet Ihr Funktionäre der Macht immer nur den ausgestreckten Mittelfinger übrig. Jetzt kannst Du Hannelore von mir aus Deinen rechten Mittelfinger ausgestreckt zwischen Deine Pobacken stecken und immer noch denken, Du kratzt Dich gerade am Kopf. Der Verstand ist Euch schon vor Jahren machtbesoffen und getrieben von der Angst, ihr könntet die Macht wieder verlieren, in die Hose gerutscht. Für eine Handvoll Macht habt Ihr Euch das sozialdemokratische Herz aus der Brust gerissen. Wer will dahin schon zurück?

Ganz ehrlich und vernünftig gedacht: Wenn die Sozialdemokratie leben soll, muss die SPD untergehen. Und das wird sie auch. Denn es ist paradox: Je mehr man Euch den Spiegel vorhält, desto sicherer besiegelt Ihr in Euren eigenen Niedergang. Ihr habt nämlich kein Herz mehr und seid nicht mehr fähig, Politik für die Menschen zu machen. Geht endlich sterben.

Wir wollen nicht so werden wie Ihr in der SPD. Niemals!

Militärische Bürgerkriegsübung in Bayern

13.11.2009 Tom 3 Kommentare

Die Bundeswehr bereitet sich auf den grundgesetzwidrigen Einsatz im Inneren vor:

Wie die Bundeswehr berichtet, hat sie an der “Luftverteidigungsstellung Döbraberg” in der Nähe des bayerischen Ortes Schwarzenbach am Wald Anfang Oktober eine mehrtägige “Objektschutzübung” abgehalten. Trainiert wurde sowohl der Umgang mit demonstrierenden Friedensaktivisten als auch die Verteidigung der örtlichen Radarstation gegen schwer bewaffnete “Terroristen”.

Ganzer Bericht bei GERMAN-FOREIGN-POLICY.COM ↗ (12.11.2009) [Update: Artikel ist inzwischen hinter einer Pay Wall]
via nachdenkseiten.de ↗

[Update]

Und für unseren Kommentator cheplar noch ein Special:

Deutschland verfügt über eine neue unbekannte Heimatarmee. 441 Kommandos aus jeweils zwölf ständig einsetzbaren Reservisten sind in sämtlichen kreisfreien Städten, Landkreisen und Regierungsbezirken eingerichtet worden. Sie stehen unter dem Kommando der Bundeswehrführung und haben kurzfristig Zugriff auf weitere rund 80.000 bis 100.000 speziell ausgebildete Reservisten. Eingebunden in die zivilen Katastrophenschutzstäbe, erhalten sie Einsicht in die Bereitschaftsstände von zivilen Behörden, Polizei, technischem Hilfswerk und Feuerwehr. Sie sollen vor allem den Katastrophenschutz verbessern.

Weiter bei hintergrund.de ↗ (26.10.2009)

Es geht darum, dass eine Reservistenarmee für das Innere aufgebaut wird, die dann auch das Kommando hat. Bisher waren dort im Katastrophenfall die Rettungsdienste und der THW zuständig. Und wer im Terrorfall ein Terrorist ist, entscheidet dann die Regierung und kein Gericht. Tschüß Gewaltenteilung.

Neulich, bei der ehrenwerten Gesellschaft

13.11.2009 Tom 1 Kommentar

In der ehrenwerten Gesellschaft bröckelt es. Solche mafiösen Töne kommen ja nicht von ungefähr:

[…] Ich werde der SPD bis zu meinem Tod angehören. Diese Partei, die verlässt man nicht. […] (Hubertus Heil auf dem SPD-Parteitag 23.11.2009, 10:11 Uhr, Phoenix)

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Zur Lage der Nation | 3 …

… bei Albrecht Müller auf seinen Nachdenkseiten:

Ein persönlicher Zustandsbericht eines Irritierten, aber dafür aus der Praxis. ↗

Lesebefehl!

Vier Kopfnüsse für Nüsse

Nach Angela Merkel hat es nun auch die neue Ministerpräsidentin von Thüringen erwischt, Frau Christine Lieberknecht. In den ersten zwei Wahlgängen gingen ihr vier ihrer eingeplanten Stimmen verlustig. ↗ Aber kein Problem: Der Chef der Linken, Bodo Ramelow konnte ihr aus der Patsche helfen. Nachdem er kurz für den dritten Wahlgang kandidierte, waren die fehlenden Stimmen wieder da. Puh. Das ging noch mal gut.

Der neue Tabellenstand in der NKL (National Kopfnuss League):

  1. Angela Merkel — 9 Kopfnüsse
  2. Andrea Ypsilanti — 4 Kopfnüsse
    Christine Lieberknecht — 4 Kopfnüsse
  3. Heide Simonis — 1 Kopfnuss

Es verspricht spannend zu werden. Wünschen wir unseren Politikern interessante Zeiten.

Link im Beitrag:

Schwarzer Freitag ↗ (Frankfurter Rundschau, 30.10.2009, Bernhard Honnigfort)

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Neun Kopfnüsse für Merkel

28.10.2009 Tom 3 Kommentare

Heute hat Bundeskanzlerin Merkel neun mal — in Zahlen: 9 — einen Schlag an den Hinterkopf ↗ bekommen. Doppelt soviel (+1) wie Andrea Ypsilanti, damals, vor langer Zeit … ich kann mich kaum noch erinnern.

Aber bevor alte Geschichten der Vergessenheit anheimfallen, darf man die zukünftige Zukunft nicht aus den Augen verlieren.

Wem macht Merkel in den nächsten — sagen wir — 2 Wochen noch Zugeständnisse, oder wen kanzelt die Kanzlerin nicht mehr so ab und gibt ihm sogar mehr Spielraum? Gegenüber welchem Ministerium betont sie, nur gemeinsam etwas zu entscheiden? Ich glaube, dann sehen wir klarer.

Vielleicht hatte aber auch nur der Niebel gegen Angie gestimmt, dann aber gleich neun Mal.

PS: Im direkten Vergleich liegt Ypsilanti nach Punkten vorne: Sie hat fünf weniger Kopfnüsse einstecken müssen als Merkel. ;-)

Link im Beitrag

Neun Stimmen zu wenig ↗ (SPON, 27.10.2009)